Schweiß- oder Blitzströme können die Wägezelle beschädigen, deshalb alle
notwendigen Schweißarbeiten an den Einrichtungen vor Einbau der Wägezellen
ausführen.
Wägezellen positionieren (mit Wasserwaage). Die Grundflächen müssen plan
sein. Wägezellen einbauen, dabei auf die vorgegebene Lastrichtung achten (Pfeil
muß nach unten weisen und Typenschild soll von vorne ablesbar sein).
Eventuelle Lastpuffer und Distanzstücke entsprechend beiliegender Zeichnung
montieren.
Sind die Wägezellen dauerhaft in aggressiver Umgebung eingesetzt, so sollten sie
mit einem zusätzlichen mechanischen Schutz, z. B. Blechhaube, versehen
werden.
Wägezellen mit flexibler Kupferleitung mit mindestens 10mm² Querschnitt
überbrücken.
Kraftnebenschlüsse vermeiden. D. h. alle Zu- und Ableitungen (wie Schläuche,
Rohre, Kabel) möglichst flexibel ausführen und an das Meßobjekt koppeln.
Wägezellen in Anschlußkasten entsprechend dem Anschlußschema parallel
schalten (anlöten). Anschlußkabel der Wägezellen nicht kürzen, sondern
überschüssige Länge aufrollen und vorbereitetes Ende anschließen.
Wägezellenverkabelung unbedingt von Starkstromkabeln (Motorzuleitungen)
getrennt verlegen.
Anschlußkasten gegebenenfalls im Bereich der Kabeleinführungen zusätzlich mit
Fugenabdichtungsmasse gegen das Eindringen von Feuchtigkeit schützen.
Anschlußkasten geschlossen halten.
Temperatureinflüsse:
Durch starke Temperaturschwankungen können Meßfehler entstehen.
Abhilfe: Wägezelle durch Schutzbleche, -platten oder Schutzgehäuse schützen
(vor Wind, Sonne oder Wärmestrahlung).
Aufwärmzeit der Wägezelle:
Mindestaufwärmung vor Beginn der Messung (Kalibrierung) ca. 20 Minuten.
Verbindungskabel zur nachfolgenden Auswerteelektronik:
4-adrig, geschirmt. Der Kabelquerschnitt ist entsprechend der erforderlichen
Kabellänge (zwischen Anschlußkasten und Auswerteelektronik) auszuwählen.
Auch bei der Verlegung des Verbindungskabels auf Abstand zu Starkstromkabeln
achten und keine zusätzlichen Zwischenklemmen vorsehen.
Verunreinigungen an den Wägezellen, den Einbauteilen und an den frei
beweglichen Teilen der Waage regelmäßig beseitigen.
Die mit Spezial-Silikonvergußmasse geschützte, empfindliche Meßzone der
Wägezellen muß frei sein.
Nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln reinigen.
Staubablagerungen können z. B. auch mit Druckluft bei geringem Druck
abgeblasen werden.
Im übrigen sind die Reinigungsvorschriften für die Schutzart IP 65 zu beachten.
Wenn Wartungs- oder Schweißarbeiten zu einem späteren Zeitpunkt (nach
Montage der Wägezellen) vorgenommen werden müssen, unbedingt beachten:
Die Anschlüsse der Wägezellen sind von Auswertegeräten (Wiegeelektroniken) zu
lösen. Um Überlastungen der Wägezellen zu vermeiden, sollten diese während
der Dauer von Wartungs- oder Umbauarbeiten entweder ausgebaut oder aber
durch wirksame mechanische Maßnahmen vor Überlastung geschützt werden.