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Montage und Wartung der Wägezellen

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  1. Einbau und Montage
    1. Wägezelle nicht am Kabel anheben oder zerren.
    2. Stoßbelastung vermeiden (herunterfallen, harte Stöße).
    3. Schweiß- oder Blitzströme können die Wägezelle beschädigen, deshalb alle notwendigen Schweißarbeiten an den Einrichtungen vor Einbau der Wägezellen ausführen.
    4. Wägezellen positionieren (mit Wasserwaage). Die Grundflächen müssen plan sein. Wägezellen einbauen, dabei auf die vorgegebene Lastrichtung achten (Pfeil muß nach unten weisen und Typenschild soll von vorne ablesbar sein).
    5. Eventuelle Lastpuffer und Distanzstücke entsprechend beiliegender Zeichnung montieren.
    6. Sind die Wägezellen dauerhaft in aggressiver Umgebung eingesetzt, so sollten sie mit einem zusätzlichen mechanischen Schutz, z. B. Blechhaube, versehen werden.
    7. Wägezellen mit flexibler Kupferleitung mit mindestens 10mm² Querschnitt überbrücken.
    8. Kraftnebenschlüsse vermeiden. D. h. alle Zu- und Ableitungen (wie Schläuche, Rohre, Kabel) möglichst flexibel ausführen und an das Meßobjekt koppeln.
    9. Wägezellen in Anschlußkasten entsprechend dem Anschlußschema parallel schalten (anlöten). Anschlußkabel der Wägezellen nicht kürzen, sondern überschüssige Länge aufrollen und vorbereitetes Ende anschließen. Wägezellenverkabelung unbedingt von Starkstromkabeln (Motorzuleitungen) getrennt verlegen.
    10. Anschlußkasten gegebenenfalls im Bereich der Kabeleinführungen zusätzlich mit Fugenabdichtungsmasse gegen das Eindringen von Feuchtigkeit schützen. Anschlußkasten geschlossen halten.
    11. Temperatureinflüsse:
      Durch starke Temperaturschwankungen können Meßfehler entstehen. Abhilfe: Wägezelle durch Schutzbleche, -platten oder Schutzgehäuse schützen (vor Wind, Sonne oder Wärmestrahlung).
    12. Aufwärmzeit der Wägezelle:
      Mindestaufwärmung vor Beginn der Messung (Kalibrierung) ca. 20 Minuten.
    13. Verbindungskabel zur nachfolgenden Auswerteelektronik:
      4-adrig, geschirmt. Der Kabelquerschnitt ist entsprechend der erforderlichen Kabellänge (zwischen Anschlußkasten und Auswerteelektronik) auszuwählen. Auch bei der Verlegung des Verbindungskabels auf Abstand zu Starkstromkabeln achten und keine zusätzlichen Zwischenklemmen vorsehen.
  2. Wartung
    1. Die Wägezellen sind wartungsfrei.
    2. Dennoch sollten folgende Hinweise beachtet werden:
      1. Verunreinigungen an den Wägezellen, den Einbauteilen und an den frei beweglichen Teilen der Waage regelmäßig beseitigen.
      2. Die mit Spezial-Silikonvergußmasse geschützte, empfindliche Meßzone der Wägezellen muß frei sein.
      3. Nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln reinigen.
      4. Staubablagerungen können z. B. auch mit Druckluft bei geringem Druck abgeblasen werden.
      5. Im übrigen sind die Reinigungsvorschriften für die Schutzart IP 65 zu beachten.
    3. Wenn Wartungs- oder Schweißarbeiten zu einem späteren Zeitpunkt (nach Montage der Wägezellen) vorgenommen werden müssen, unbedingt beachten:
      Die Anschlüsse der Wägezellen sind von Auswertegeräten (Wiegeelektroniken) zu lösen. Um Überlastungen der Wägezellen zu vermeiden, sollten diese während der Dauer von Wartungs- oder Umbauarbeiten entweder ausgebaut oder aber durch wirksame mechanische Maßnahmen vor Überlastung geschützt werden.