Home > Veröffentlichungen > Fehlerbetrachtung bei außermittiger Belastung von Single Point Wägezellen

Fehlerbetrachtung bei außermittiger Belastung von Single Point Wägezellen

PDF Version anzeigen

  1. Wird die Last nicht zentral (in Wägezellenmitte) sondern außermittig aufgebracht, entsteht ein Fehler. Dieser Fehler kann maximal ± 0,0000085 % / cm betragen.
    Belastung von Single Point Wägezellen
  2. Beispiel: Plattformgröße 80 x 60 cm.
    Beim Auflegen einer Last, deren Schwerpunkt an einer beliebigen Stelle r = 25 cm Entfernung von der Wägezellenmitte wirksam wird, kann das Meßsignal um 25 cm x 0,0000085 % / cm = 0,00002125 % abweichen.
    In verständlichen Zahlen ausgedrückt:
    Wägezellen-Nennlast belastet mit Fehler ±
    050 kg 050 kg 0,011 kg
    070 kg 070 kg 0,015 kg
    100 kg 100 kg 0,021 kg
    150 kg 150 kg 0,032 kg
    200 kg 200 kg 0,043 kg
    300 kg 300 kg 0,064 kg
    500 kg 500 kg 0,106 kg
    600 kg 600 kg 0,128 kg
    635 kg 635 kg 0,135 kg
  3. Zur Reduzierung solcher Fehler soll die Last möglichst in der Mitte der Plattform (also direkt über der Wägezelle), oder gleichmäßig verteilt, aufgelegt werden.
  4. Extreme außermittige Belastungen sind zu vermeiden. Sie führen nicht nur zu größeren Fehlern beim angezeigten Gewicht, sondern Können infolge der Hebelwirkung auch die Wägezelle beschädigen. Dies äußert sich in einer Verschiebung des Nullpunktes, d. h. der Tarawert ändert sich.