Fehlerbetrachtung bei außermittiger Belastung von Single Point Wägezellen
Wird die Last nicht zentral (in Wägezellenmitte) sondern außermittig aufgebracht,
entsteht ein Fehler. Dieser Fehler kann maximal ± 0,0000085 % / cm betragen.
Beispiel: Plattformgröße 80 x 60 cm.
Beim Auflegen einer Last, deren Schwerpunkt an einer beliebigen Stelle
r = 25 cm Entfernung von der Wägezellenmitte wirksam wird, kann das Meßsignal
um 25 cm x 0,0000085 % / cm = 0,00002125 % abweichen.
In verständlichen Zahlen ausgedrückt:
Wägezellen-Nennlast
belastet mit
Fehler ±
050 kg
050 kg
0,011 kg
070 kg
070 kg
0,015 kg
100 kg
100 kg
0,021 kg
150 kg
150 kg
0,032 kg
200 kg
200 kg
0,043 kg
300 kg
300 kg
0,064 kg
500 kg
500 kg
0,106 kg
600 kg
600 kg
0,128 kg
635 kg
635 kg
0,135 kg
Zur Reduzierung solcher Fehler soll die Last möglichst in der Mitte der Plattform
(also direkt über der Wägezelle), oder gleichmäßig verteilt, aufgelegt werden.
Extreme außermittige Belastungen sind zu vermeiden.
Sie führen nicht nur zu größeren Fehlern beim angezeigten Gewicht, sondern
Können infolge der Hebelwirkung auch die Wägezelle beschädigen. Dies äußert
sich in einer Verschiebung des Nullpunktes, d. h. der Tarawert ändert sich.